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Der wissenschaftliche Blick hinter Lernprobleme

Bedeutung der Blickmotorik

Eine ordnungsgemäße Steuerung des Blicks ist ein wichtiger Bestandteil des Sehprozesses. Die Aufnahme von visueller Information benötigt eine koordinierte Blicksteuerung und ist natürlich eine Voraussetzung für das Erlernen der Schriftsprache.

Wir wissen aus den Untersuchungen von über 1500 Kindern und Erwachsenen, dass verschiedene Komponenten der Blicksteuerung einen Rückstand in der Entwicklung aufweisen können.
Dazu gehören

  • Fixationsfähigkeit
  • willentlichen Kontrolle über die Durchführung der Blicksprünge
  • zeitliche Genauigkeit der Reaktionszeiten
  • Treffsicherheit
  • binokularen Stabilität

Zur Diagnostik müssen die Augenbewegungen gemessen und analysiert werden.

Zusammenhänge von Lese-Rechtschreib-Schwäche mit der Blickmotorik waren schon mehrfach vermutet worden, Studien ergaben jedoch zunächst keine deutlichen Auffälligkeiten. Erst die Untersuchung der Anti-Sakkaden-Aufgabe offenbarte uns ein häufig auftretendes Defizit: die willentliche Komponente, die in den früheren einfacheren Tests nicht gemessen worden war.

Die Daten der Blicksteuerung und des dynamischen Sehens finden Sie unter Optomotorik.

Therapie-Ansatz für Blickmotorik

Die Blicksteuerung entwickelt sich auch bei Kindern, die keine Teilleistungsschwächen aufweisen, noch bis zum 18. Lebensjahr und kann auch bei Erwachsenen durch tägliches Training noch verändert werden.

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Hirnforschung, Abteilung Optomotorik, der Universität Freiburg ein Trainingsgerät (FixTrain) für betroffene Kinder entwickelt, mit dem wahlweise die Fixierung des Blickes, die Reflexe oder die willentliche Blicksteuerung trainiert werden können.

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