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Wahrnehmungs- und Blickfunktionen bei Hochbegabung
Die Blicklabore haben sich bisher vor allem auf Kindern mit Teilleistungsstörungen und
allgemeinen Lernproblemen konzentriert. Die Analyse der Augenbewegungen seit 1991 hatte
gezeigt, dass hauptsächlich (aber nicht ausschließlich) die Komponente der Blicksteuerung
betroffen ist, die vom frontalen Gehirn geleistet wird.
Jetzt gibt es erste Anhaltspunkte, dass unter hochbegabten Kindern (IQ>120) häufig
überproportional viele reflexartige Blicksprünge zu finden sind (sog. ExpressMaker).
Dies würde bedeuten, dass bei Hochbegabung gehäuft und in erster Linie der parietale Cortex,
der die Fixation stabilisiert, das Auftreten des optomotorischen Reflex (Express Sakkade) nicht
oft genug verhindern kann.
Um diese Hypothese zu prüfen, ist ein neues Forschungsprojekt „Wahrnehmungs- und Blickfunktionen
bei Hochbegabung“ aufgelegt worden, welches hauptsächlich vom Blicklabor Leipzig und vom
Blicklabor Luzern (ab Mitte 2009) getragen wird. Dabei wird nicht nur die Blicksteuerung geprüft,
sondern auch andere Wahrnehmungsbereiche werden auf altersgerechte Entwicklung untersucht.
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