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Symptome
Eine umschriebene Lese-Rechtschreib-Schwäche zeigt sich in der
Regel deutlich zwischen dem zweiten und vierten Schuljahr. Bei
Sprachentwicklungsstörungen, die durch Hörschwächen
bedingt sind, muss man immer das spätere Auftreten von Legasthenie
(Dyslexie) im Auge behalten. Typische Erkennungsmerkmale von Legasthenie
(Dyslexie) sind u.a.:
- Schwierigkeiten beim Lese-Verständnis und/oder flüssigen Lesen
und/oder bei der Rechtschreibung,
daher sehr schlechte Noten in Deutsch besonders in der
Rechtschreibung bei Diktaten, jedoch häufig bessere Leistungen
in anderen Schulfächern
- keine deutliche Besserung durch vermehrtes Üben
- häufiges Auftreten gleichartiger Rechtschreib-Fehler,
jedoch wird das gleiche Wort nicht immer gleich falsch geschrieben.
Häufig gemachte Fehler sind zum Beispiel:
- Vertauschen der Reihenfolge von Buchstaben
- Verwechseln symmetrischer Buchstaben: q mit p und d mit b
- Verwechseln ähnlich klingender Buchstaben: d und t
- Auslassungen und Verdoppelungen
Allerdings treten solche Fehler auch
bei anderen Kindern auf, nur eben nicht so häufig.
Nicht die Art der Fehler, sondern die Häufigkeit
gibt den Ausschlag.
- In Fällen, in denen ein Zusammenhang mit den Augenbewegungen besteht,
berichten die Kinder auf Anfrage oft, daß sie beim Lesen die
Buchstaben auf dem Papier nicht stillstehend, sondern
"rumtanzen" sehen.
Außerdem verlieren sie oft die Textstelle,
überspringen häufig Zeilen und
übersehen einzelne Worte oder Wort-Teile, besonders die Endungen.
Bei Legasthenie (Dyslexie) treten häufig auch auf: allgemeine visuelle
und/oder audive Wahrnehmungsstörungen,
visuelle Aufmerksamkeitsprobleme, Rhythmusstörungen und
Auffälligkeiten der Grob- und Feinmotorik. Sie können
eventuell bereits im Vorschulalter beobachtet werden, dürfen aber
nicht mit Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität
verwechselt werden, die später auch oft mit Legasthenie (Dyslexie)
einhergehen.
Wird die Legasthenie (Dyslexie) nicht rechtzeitig erkannt und das Kind nicht
zusätzlich gefördert, geht den Kindern der
Spaß an der Schule schnell verloren, es treten
Verhaltensstörungen auf, die Persönlichkeitsentwicklung
der Kinder kann behindert werden. Diese sekundären Erscheinungen
werden zu leicht mit Ursachen der Legasthenie (Dyslexie) verwechselt.
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