Logozurück zum Blicklabor


Klarstellungen und Aufklärung häufiger Mißverständnisse


Inhalt:



   Zusammenhang mit Legasthenie

Unsere Methoden sind keineswegs speziell für Legastheniker und für deren Behandlung entwickelt worden. Vielmehr ergaben sie sich als Ergebnis unserer Grundlagenforschung und stehen nun allgemein als neue diagnostische und therapeutische Hilfen zur Verfügung für Menschen mit zunächst unklaren Problemen bei der visuellen (und auditiven) Wahrnehmung und /oder Blickateuerung.

Nach unseren Untersuchungen treten bei ca. 30% bis 60% der Legastheniker im Vergleich zu Kontroll-Personen signifikante Unterschiede in einem speziellen Aspekt der Blick-Steuerung auf. Nach allem was bislang weltweit über Blicksteuerung geforscht wurde (nicht nur von uns, auch von anderen), ist dieser spezielle Unterschied offensichtlich auf einen Entwicklungsrückstand im Frontalhirn zurückzuführen. Das hat nichts mit "schlechten" Augen oder zu schwachen Augen-Muskeln zu tun.

Die oben angegebene Spanne von 30% bis 60% erklärt sich dadurch, dass die relevanten Meßgrößen einer starken Altersentwicklung unterliegen und der Entwicklungs-Rückstand bei jüngeren Kindern (8-9 Jahre) weniger offensichtlich ist als bei älteren (12-13 Jahre). Dies muss bei eigenen Untersuchungen oder beim Lesen unserer Veröffentlichungen berücksichtigt werden.

Zusammenhänge von Lese-Rechtschreib-Schwäche mit der Blickmotorik waren schon mehrfach vermutet worden, Studien ergaben jedoch zunächst keine deutlichen Auffälligkeiten. Erst die Untersuchung der Anti-Sakkaden-Aufgabe offenbarte ein häufig auftretendes Defizit: die willentliche Komponente, die in früheren einfacheren Tests nicht gemessen worden war.

Ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Entwicklungs-Störung der Blickmotorik und Lese-Lern-Fähigkeit besteht, wurde in einer Doppel-Blind-Studie untersucht.

Selbstverständlich wird auch umgekehrt durch intensives Lesen die Blicksteuerung trainiert, doch das macht unser Training nicht überflüssig. Bei nicht altersgerecht entwickelter Blick-Steuerung wird der Einstieg in den Leseprozess oft nicht gefunden. Außerdem lesen natürlich gerade Legastheniker höchst ungern und daher sehr wenig, sodass ihnen die damit verbundenen Verbesserungen entgehen.

   Training

Das Erlernen der Schriftsprache stellt besonders hohe Anforderungen an Wahrnehmungs-Funktionen (besonders auch an Hören und Sehen) und es ist sofort plausibel, daß Entwicklungsrückstände dieser Funktionen beim Erlernen der Schriftsprache sehr hinderlich sein können. Daher empfehlen wir beim Auffinden von deutlichen Entwicklungsrückständen ein entsprechendes Training. Das Trainings-Ziel ist eine Verbesserung der Blicksteuerng und dies wird in 85% der Fälle erreicht.

Ein Placebo-Effekt ist eindeutig ausgeschlossen, weil das Blicktraining nachgewiesenermaßen sehr spezifisch wirkt: das Gerät bietet 3 verschiedene Aufgaben für unterschiedliche Defizite; wer das Falsche trainiert, erzielt nicht den gewünschten Effekt.

Aus diesem Grund drängen wir vor dem Training unbedingt auf eine genaue Diagnose, damit der individuelle Trainingsplan erabeitet werden kann..

Andere Trainings-Geräte oder entsprechende PC-Programme ohne vorherige genaue Diagnose (mit präzisem Vergleich mit Normwerten einer großen Gruppe alters-gleicher Kontroll-Personen) sind daher nicht sinnvoll.

   Erfolgsquote

Das Trainings-Gerät FixTrain behebt in etwa 85% der Fälle den Entwicklungsrückstand der Blicksteuerung (vorausgesetzt natürlich, daß ausreichend lang, regelmäßig und gemäß unserer Empfehlung trainiert wurde). Ähnliche Werte werden auch beim FonoTreining und beim Training der Mengenerfassung erreicht.

Hiermit sind natürlich nicht sofort die Schulprobleme behoben (das haben wir nie behauptet!), sondern damit werden bessere Voraussetzungen für eine anschließende pädagogische Förderung geschaffen. Zum Vergleich: Wer dringend eine Brille bräuchte, aber zuerst ohne Brille versucht lesen zu lernen, kann nach dem erstmaligen Aufsetzen der Brille auch nicht sofort lesen, kann es dann aber lernen. Vorausgesetzt, es gibt nicht noch andere Probleme.

In ca. 1/3 von 200 Nachuntersuchungen haben wir (zusätzlich und unerwartet!) auch eine sofortige Verbesserung in der Lese-Leistung beobachtet. Bei dieser positiven Beobachtung wird nun die Logik umgedreht und es wurde veröffentlicht, daß unser Training sich in 2/3 der Fälle nicht gelohnt habe. Solche Verdrehungen sind einfach falsch. In der gleichen Veröffentlichung wird suggeriert, die Kinder hätten statt dessen besser ein Training zur Steigerung der Leseleistung gemacht, dabei zeichnet sich Legasthenie doch gerade dadurch aus, daß bei den Betroffenen auch noch so intensives Üben wenig, meist gar nichts nützt.

   Hördiagnose nachgebaut

Später (2001) mußten wir feststellen, daß ein geschäftstüchtiger Medizintechniker den Versuch unternimmt, unser Gerät nachzubauen. Wir hatten Gelegenheit, eines dieser Geräte zu testen. Dabei haben wir festgestellt, daß dem Hersteller beim Nachbauen mehrere Fehler unterlaufen sind und daß das Gerät ohne Erlaubnis unsere Normwerte zur Umrechnung der Meßwerte in Prozentränge verwendet . Wegen der Fehler beim Nachbau sind jedoch unsere Normwerte für dieses Gerät natürlich nicht anwendbar, sodass fehlerhafte Ergebnisse angezeigt werden.

Weiterhin sind völlig falsche Informationen im Umlauf, dieses Gerät mit Namen Patsy sei in Zusammenarbeit mit uns entstanden und es sei gar der verbessere Nachfolger unseres FonoFix-Gerätes. Wir betonen hiermit ausdrücklich, daß diese Informationen einfach unwahr sind!


Wenn Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns bitte an: +49 (0)761- 38 41 95 10. Oder schicken Sie eine email an info @ blicklabor.de.


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