Sehen ist kein passives Aufnehmen, sondern ein aktives Blicken. Seine neurowissenschaftliche Grundlagen werden hier verständlich erklärt. Die Erforschung der Vorgänge des Sehens und der Blicksteuerung hat in den letzten 30 Jahren entscheidende Fortschritte gemacht. Durch verschiedene Hirnstrukturen wird das komplizierte Zusammenspiel zwischen Reflexen, Blickstabilisierung, Aufmerksamkeitsausrichtung und willentlicher Blicksteuerung geregelt und in den Dienst der bewußten und unbewußten Wahrnehmung gestellt. Dieses Buch beschreibt die grundlegenden Versuchsanordnungen und die damit gewonnenen neuen Erkenntnisse sowie die Entwicklung und Fehlfunktionen der Blicksteuerung, die etwa bei der Legasthenie eine entscheidende Rolle spielen. Die Feststellung des Status der Blicksteuerung kann heute in verschiedenen psychologischen- medizinischen Bereichen als diagnostische Hilfe genutzt werden. Das Buch richtet sich an Ärzte, Psychologen, Pädagogen sowie Therapeuten im Bereich von Lernstörungen und Rehabilitation und an alle, die die praktische Bedeutung der Blicksteuerung für Diagnose und Hilfsmaßnahmen kennenlernen wollen.

ISBN 3-456-83147-1

Buchrezension

Weitere Informationen, vor allem die Anwendung der hier geschilderten Erkenntnisse, sind im zweiten Buch beschrieben.