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Der wissenschaftliche Blick hinter Lernprobleme

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Sinnesverarbeitung beim Hören

Hören ist ein sehr viel komplexerer Prozess, als die meisten annehmen, und der größte Teil davon findet nicht im Ohr statt.

Im Ohr werden die Töne mechanisch bzw. physikalisch nach unterschiedlichen Frequenzen (Tonhöhen) zerlegt.

Im Gehirn wird die Zerlegung nach weiteren Kriterien fortgesetzt: die Lautstärke, die Dauer von Tönen und deren zeitlicher Ablauf werden analysiert. Hierfür sind jeweils unterschiedliche Hirnareale zuständig.

Die so gewonnenen Informationen werden zusammengeführt und interpretiert. Sie werden klassifiziert nach Art (Umweltgeräusche, Musikinstrumente, menschliche Stimmen). Die einzelnen Bestandteile (Töne, Laute) werden erkannt. Die weitere Analyse der Laute in der richtigen Reihenfolge rekonstruiert bei Sprache die Silben und Worte oder bei Musik die Klänge und Melodien.

Die Signalverarbeitung ist übrigens keine Einbahnstraße, auf der nur die vom Ohr kommenden Signale nacheinander durch diese Bearbeitungsschritte laufen. Vielmehr gehen auch in der anderen Rückmeldungen höherer Hirnareale zurück an die in der Bearbeitung davor liegenden Areale. Das erleichtert es, gezielt auf etwas bestimmtes zu achten, zum Beispiel schon dort die Klänge, die als Bestandteile der Sprache eines gerade geführte Gespräches besser von den Umgebungsgeräuschen zu trennen.

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